Wandertour 2016

Wandertour 2016

Wandertour 2016

Zusammen schaffen wir das.

– 8 Tage auf dem Malerweg –

Egal wie sehr die Füße schmerzen und das Gepäck an den falschen Stellen drückt, jeden Tag aufs Neue muss das Ziel erreicht werden.

Auf dem Affenstein angekommen haben wir den großartigen Ausblick genossen. Nach dem harten Anstieg schmeckt Leitungswasser fast wie Limo und das Butterbrot ist ein Festmahl. Als alles wieder auf dem Rücken gezurrt war ging es bergab. Steil bergab. Wir rutschten zwischen den engen Felsen; so eng, dass einige Rücksäcke voran geschoben werden mussten. Ein Gefühl von Abenteuer kam auf. Als die Gruppe auf einem kleinen Fels Plateau keinen Weg mehr sag, wurden Späher in alle Himmelsrichtungen geschickt – Aussichtslos. Kein Weg war zu finden. Es wurde hin und her überlegt. Bei den jüngeren Mitwanderern wurde aus Unmut schleichend eine immer größere Sorge. Was machen wir, wenn wir nicht mehr weiter kommen? Die Schlucht wieder hoch zu kraxeln schaffen wir nicht alle. Wie bekommen wir Hilfe? Können wir nach Rettung rufen? Müssen wir hier übernachten? Es wird langsam kalt. Hunger… Hilfe…Ein falscher Schritt und es geht ungewollt sehr sehr steil bergab, das überlebt man nicht.

Die erfahrenen Wanderer unter uns konnten mit ihren Hilfsangeboten: „ich trage deinen Rucksack“; „ich nehme dich an die Hand“, so manche Sorgenfalte glätten. Doch einen Weg hatten wir immer noch nicht.

Als wir im Pulk ratlos über einen Ausweg grübelten hatte Leon die rettende Idee. Der Ausweg klappte aber nur, wenn alle mitmachten und wir uns gegenseitig halfen. Der Weg war gefährlich und brauchte unsere 150%tige Aufmerksamkeit.

Ein Erwachsener wird quasi zur Leiter. Ich habe mich bereit erklärt. So stütze ich mich an den Fels und alle konnten über meine Knie, mit meiner Hand als Stütze, den steilen glatten Fels hoch klettern, einen Schritt weiter stand der nächste Erwachsene und zog den Kletterer hoch. So konnten alle älteren Jungs hoch gezogen werden. Sie postierten sich in gutem Abstand und dann kamen zuerst  alle Rucksäcke nach oben. Die Kleineren sahen, dass dieses Unternehmen aussichtsreich war. Und mit großer Anspannung ließen sie sich darauf ein. Einer nach dem anderen wurde so hochgezogen und geschoben. Hand in Hand, Step by Step wurden alle hoch gereicht. Gemeinsam schafften wir diese scheinbar unlösbare Hürde.

Wie gut dann, oben angekommen, die durch 18 geteilte Schokolade schmeckte brauche ich wohl kaum beschreiben. Eigentlich war diese für das Etappenziel aufgehoben, aber war diese Aktion nicht DAS Etappenziel?

Solche Adrenalin Kicks gab es (zum Glück) nicht jeden Tag unserer 8tägigen Wanderung. Mit 13 Kindern und Jugendlichen durch das Elbsandsteingebirge zu wandern, jede Nacht in einem anderen Bett zu schlafen und fern ab von Alltag, Gruppe, Lärm und Hektik – mitten in der Natur zu sein – das war schon aufregend genug.

Für Viele war sicherlich auch ihr erster Flug von Köln nach Dresden ein spannender Einstieg in unsere diesjährige Wandertour. Und auch die tägliche Überraschung, wo wir am Abend übernachten; ist es eine Jugendherberge, eine Pension, ein Hotel?

Wir haben es alle, glücklich und ohne Verletzungen geschafft.

Und sind sehr stolz! Haben viel erlebt, erfahren und sicher auch (wenn jetzt noch nicht erkennbar) viel für die Zukunft mitgenommen.

Wir freuen uns auf die nächsten Wanderabenteuer.

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