Angebot der systemischen Familienberatung in der Jugendhilfe Anna-Stiftung e.V.
Dieses Angebot steht grundsätzlich allen Angehörigen der in der
Jugendhilfe Anna-Stiftung e.V. lebenden Kindern und Jugendlichen
als Unterstützung zur Verfügung. Dabei sind insbesondere diejenigen
angesprochen, die in Kontakt zu ihren Kindern stehen und auch
erreichbar sind. Die Möglichkeit besteht aber auch für
Pflegefamilien o.ä., wenn weiterhin Kontakt zum Kind bzw. dem
Jugendlichen besteht.
Das Angebot der systemischen Familienberatung reagiert darauf, dass
durch die stationäre Unterbringung eine große Veränderung im
abgebenden (Herkunfts-) System stattgefunden hat, die mit großer
Verunsicherung bei allen Beteiligten einhergeht. Um dem Wohl des
Kindes/ des Jugendlichen Rechnung zu tragen ist eine Einbindung des
Herkunftssystems Vorraussetzung dafür, dass die Familie Hilfen
darin erhält mit der veränderten Situation umzugehen. Dabei werden
besonders die Ressourcen der Familie in den Mittelpunkt gestellt
und das System ansonsten wertfrei angenommen.
In Erweiterung der pädagogischen Arbeit werden Möglichkeiten zur
Veränderung der eigenen Wahrnehmung von Ereignissen in komplexen
System geboten. In diesem Konzept zur Veränderung der eigenen
Haltung sich selbst und Anderen gegenüber kann es möglich werden,
sich selbst in Zusammenhang mit der Geschichte der eigenen Herkunft
verstehen zu lernen und somit Entwicklung zu bewirken.
Der Beratungsrhythmus wird mit den Beteiligten vereinbart und
schriftlich kontraktiert. Dabei dienen die ersten 3-5 Sitzungen
dazu, ein oder mehrere Ziele für die Beratung zu definieren, die
ebenfalls schriftlich festgehalten werden. In der Regel geht es um
den Umgang mit der veränderten Situation und als Ziel kann eine
mögliche Rückführung gelten. Dabei werden häufig andere Themen
sichtbar, die die Unterbringung mit ausgelöst haben und ggf. der
Erreichung der benannten Ziele zunächst hinderlich sind. Dann ist
es Ziel zu schauen, was hilfreich dafür ist, diese Hindernisse
erfolgreich zu bearbeiten.
Da es sich um ein einrichtungsinternes Angebot handelt, entstehen
für die Teilnehmenden keine Kosten.
Durchgeführt wird die Beratung durch Herrn Lars Halbey
(Diplom-Sozialpädagoge und systemischer Familienberater in
Ausbildung zum systemischen Familientherapeuten). Die
Qualitätssicherung ist gewährleistet dadurch, dass das
Ausbildungsinstitut KIB nach den Richtlinien des DGSF (Deutsche
Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie)
ausbildet.
