Jung- Kapitäne auf finnischen Gewässern

Jung- Kapitäne auf finnischen Gewässern

Jung- Kapitäne auf finnischen Gewässern

Zwei Wochen Abenteuer zwischen Natur, Teamwork und Freiheit….

„Du musst die Leine jetzt schmeißen!“ Anastasie steht aufgeregt vorne im Boot mit der Leine in der Hand. Der erste Versuch geht vorbei. OK- nochmal… Danielle steht mit den komischen Kissen bereit, die zwischen Boot und Steg müssen, damit das Boot nicht kaputt geht. Fender heißen die, das hat sie schon gelernt. Beim zweiten Anlauf sitzt dann alles und das Boot liegt sicher an der Tankstelle. Erstmal Diesel und Proviant aufnehmen für das große Abenteuer. Und nochmal Menschen sehen, für die nächsten Tage sind wir auf uns alleine gestellt.

Gestern sind wir angekommen, die Aufregung war schon im Vorfeld groß. Für viele war es der erste Flug, für manche sogar der erste Urlaub. Jetzt sind wir verteilt auf fünf Boote, immer zwei BetreuerInnen und eine handvoll Kinder und Jugendliche. Größere und Kleinere, Mädchen und Jungen, Deutsche und Flüchtlinge. Zusammen auf engem Raum in einer endlosen Seenlandschaft.

Einige Tage später liegen wir an einer einsamen Insel. Inzwischen sind auf den Booten schon echte Teams entstanden. Schwimmweste anziehen- welche Leine wann, wie heißt der Knoten nochmal- ach ja, zum Festmachen muss ich den nehmen. Und die ersten trauen sich jetzt auch schon ans Ruder und fahren das Boot unter Anleitung selber.

Heute ist Grillen angesagt. Jedes Boot bereitet etwas vor und bringt es mit. Die einen gehen noch Holz schlagen, die anderen kümmern sich um Geschirr oder machen noch Salat. Großen Anklang finden die mitgebrachten Angeln. Wer schafft es als erster, einen selbstgefangenen Fisch dem Essen zuzusteuern. Die harmlosere Variante ist es dann, Beeren für den Nachtisch zu sammeln. Vorher gibt es eine große Badeaktion. Bei zwei Wochen ohne Dusche muss man halt improvisieren…    Wer möchte schläft auf der Insel. Ein paar Zelte haben wir dabei, es geht aber auch einfach mit einer Plane als Regenschutz.

So vergehen die zwei Wochen wie im Flug: Arbeiten auf dem Boot- ablegen- fahren- sauber machen- anlegen.  Und dann die Erholung: Schwimmen, rudern, angeln, spielen, in Ruhe miteinander reden, manchmal auch streiten. Gemeinsam kochen oder einfach am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot rösten. Zwei Wochen ohne Internet, Handy, TV und den üblichen Stress des Alltags. Gut getan hat es allen und wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei den Spendern und Sponsoren, die diese Tour ermöglicht haben.

zurück